Fachinformation
02.06.2026 Region Bayernweit, Region Niederbayern, Region Oberpfalz

Klausurtagung des Bezirksausschusses Niederbayern/ Oberpfalz in Erbendorf

Vom 21. bis 22. Mai 2026 kam der neu zusammengesetzte Bezirksausschuss Niederbayern/ Oberpfalz gemeinsam mit der neuen Geschäftsführerin Theresa Sittl im ARIBO Hotel Erbendorf zusammen. Im Fokus stand Teambuilding sowie die strategische Ausrichtung des Gremiums.

Teilnehmer*innen der Klausur des Bezirksausschusses von links nach rechts: Melina Mazinjan (Geschäftsführung, Startklar Soziale Arbeit Niederbayern gGmbH), Claudia Burmeister (Leitung der Beratungsstelle, waagnis), Gabi Bayer (Bezirksrätin Oberpfalz), Theresa Sittl (Geschäftsführung, Bezirksverband), Peter Weiß (Vorsitzender Bezirksausschuss und Geschäftsführung, Sozialteam), Sven Göpel (Ambulanter Betreuungsdienst Neumarkt gGmbH), Thilo Schmidt (Allgemeiner Rettungsverband Oberpfalz e.V.)

Sozialpolitische Weichenstellungen

Der Bezirksausschuss hat sich intensiv mit den härter werdenden sozialpolitischen Rahmenbedingungen und dem demografischen Wandel auseinandergesetzt. Die Weichenstellungen betreffen vor allem zwei Bereiche:

  • Intensivierung des regionalen Dialogs: Auf Basis der jüngsten Gespräche mit den Bezirkstagspräsidenten (Niederbayern und Oberpfalz) wird der direkte Austausch mit den Bezirken als feste Kommunikationsachse etabliert.
  • Fokus auf Mitgliedsorganisationen stärken: Bei künftigen sozialpolitischen Positionierungen werden die spezifischen Bedarfe insbesondere kleinerer Träger an der Basis noch stärker berücksichtigt

Wirksame Strategien für die Zukunft

Die Strategiearbeit der Klausur basierte auf einer systematischen Stakeholderanalyse.

  • Gezielte Bündnisarbeit: Mittels einer Stakeholderanalyse wurden neue strategische Partner*innen identifiziert, um das sozialpolitische Netzwerk in den Regionen auszubauen und das politische Gewicht des Bezirksverbandes zu stärken.
  • Bedarfsorientierter Informationsfluss: Die internen Kommunikationswege werden optimiert, damit praxisnahe Problemstellungen der Mitglieder schneller erfasst und gezielt in das innerverbandliche Lobbying eingebracht werden können.

Konkrete Ausgestaltung von Argumentationshilfen

Aufbauend auf unserem vorherigen Schwerpunkt zum sozialpolitischen Lobbying (bei dem wir bereits die Grundlagen und Mechanismen des politischen Einflusses erarbeitet haben), wurden die Inhalte auf der Klausur in handfeste Argumente übersetzt.

Arbeitshilfen sollen für die Mitgliedsorganisationen auf regionaler Ebene praxisnah und handlungsorientiert gestaltet werden:

  • Leitfaden zur Kommunikation: Unterstützung dabei, Gegenargumente von Kostenträgern oder der Politik im Vorfeld zu antizipieren und diese strukturiert zu entkräften.

  • Faktenbasierte Argumentationsketten: Kompakte Aufbereitung sozialpolitischer Daten (z. B. zum demografischen Wandel), die direkt für Verhandlungen und die regionale Pressearbeit genutzt werden können.

Fazit: Die Klausur hat eine starke, produktive Basis geschaffen. Die Impulse der Mitglieder fließen direkt in die kommenden Aktivitäten ein, um die anstehenden Herausforderungen mit spürbarem Zusammenhalt anzugehen.

Region Bayernweit, Region Niederbayern, Region Oberpfalz
Quelle: Paritätischer Wohlfahrtsverband Gesamtverband e.V.