Im geschützten Mitgliederbereich stellt der Paritätische in Bayern seinen Mitgliedsorganisationen Fachinformationen, Arbeitshilfen und viele weitere Informationen zur Verfügung.
Der Paritätische in Bayern ist ein starker Partner für seine Mitglieder und die Soziale Arbeit in Bayern. Circa 60 Organisationen sind Mitglied in Niederbayern | Oberpfalz. Hier finden Sie mehr Informationen zur Mitgliedschaft.
Im geschützten Mitgliederbereich stellt der Paritätische in Bayern seinen Mitgliedsorganisationen Fachinformationen, Arbeitshilfen und viele weitere Informationen zur Verfügung.
Der Paritätische in Bayern
Bezirksverband Niederbayern | Oberpfalz
Landshuter Straße 19
93047 Regensburg
Tel.: 0941 | 599388 - 0
Fax: 0941 | 599388 - 666
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Anhaltende und extreme Hitze bringt soziale Einrichtungen an ihre Belastungsgrenzen: Gebäude heizen sich stark auf und lassen sich nicht mehr abkühlen, Infrastrukturen, wie Server, überhitzen, Mitarbeitende fallen hitzebedingt aus (besonders wenn sie eigene Vorerkrankungen haben), Konflikte nehmen zu, der Pflege- und Betreuungsbedarf der verschiedenen Zielgruppen steigt. Nicht alle soziale Einrichtungen verfügen bislang über ein Hitzeschutzkonzept, in dem die Vorbereitungen auf den Sommer, konkrete Maßnahmen während des Sommers und extremer Hitzeperioden festgehalten sind. Doch besonders die extreme Hitzewelle im Juni 2026 zeigte nach der Paritätischen Umfrage auch: Bestehende Hitzeschutzkonzepte reichen für extreme Hitze nicht aus, um ein Aufheizen der Gebäude zu verhindern. Ohne baulichen und technischen Maßnahmen werden soziale Angebote in schlecht gedämmten Häusern zukünftig während extremer Hitzewellen, auf die wir uns einstellen müssen, wohl nicht mehr aufrechterhalten werden können. Und was passiert dann?
Hitzeschutz, Lärmschutz, UV-Schutz, Brandschutz, Arbeitsschutz – soziale Einrichtungen sehen sich mit einer Vielzahl an Vorgaben konfrontiert, die während Hitzewellen zu teils massiven Entscheidungskonflikten führen: Kinder in der Kita dürfen laut Schutzkonzept und Vorgaben bei hohen UV-Werten nicht in den Garten, können aber eigentlich auch nicht bei über 30 Grad Raumtemperatur im Gebäude betreut werden. Brandschutztüren müssen immer geschlossen bleiben, doch wie kann dann eine Durchlüftung der Einrichtung durchgeführt werden? Arbeitgeber*innen sind für den Schutz der Mitarbeitenden verantwortlich und müssen ab 30 Grad Raumtemperatur wirksame Schutzmaßnahmen umsetzen, ab 35 Grad können Räume nicht mehr genutzt werden. Was aber bedeutet konsequenter Arbeitsschutz für stationäre Einrichtungen in der Pflege, Eingliederungshilfe oder Kinder- und Jugendhilfe, in denen rund um die Uhr Menschen arbeiten müssen? Ab welchem Szenario ist es nicht mehr verantwortbar, die Angebote aufrecht zu erhalten und welche Konsequenzen ergeben sich daraus? Was brauchen Verantwortliche in sozialen Einrichtungen, um derart folgenreiche Entscheidungen zu treffen?
Die extreme Hitze hat nicht nur widersprüchliche rechtliche Vorgaben hervorgebracht, sondern auch verschiedene fachliche Spannungsfelder aufgemacht, mit denen Fachkräfte in der Praxis umgehen mussten. Einige Beispiele sind:
Die knapp 2.900 Einrichtungen, die an der Umfrage teilgenommen haben, haben eine Vielzahl an konkreten Lösungsvorschlägen und politischen Forderungen aufgezeigt.
Auch wenn die Temperaturen jetzt wieder angenehmer sind, sollten wir alle den Herbst und Winter nutzen, um die aufgeworfenen Fragen zu diskutieren und gemeinsam erste Antworten zu finden. Nur so können wir uns besser auf den nächsten Sommer vorbereiten, Todesfälle und Leid reduzieren und die soziale Infrastruktur auch während Hitzeperioden aufrechthalten.
Die ausführliche Auswertung unserer Umfrage befindet sich im Anhang dieser Fachinfo.

Sozialpolitische Arbeit und fachliche Beratung seiner Mitglieder hat der Paritätische in Fachbereichen organisiert.
